Rosenschnitt
Wann und wie Rosen im Garten schneiden?

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Rosen Bild lachsorange Sorte WesterlandRosen bereichern den Garten mit ihrer vielfältigen Blüte. Ein regelmäßiger Rückschnitt bringt viele Blüten und eine schöne Wuchsform..

Wann der richtige Zeitpunkt ist, um Rosen zu schneiden, hängt von der Rosenart ab - einmalblühende Rosen und junge Kletterrosen zu einem anderen Zeitpunkt zurückschneiden als öfterblühende Strauchrosen.

Die wichtigsten Regeln, wie und wann Sie Rosen richtig schneiden, sind scharfe, saubere Gartenschere, Schnittrichtung und Zeitpunkt (sinnvoll ist dabei auch die richtige Mondphase).

Schutz vor Verletzungen an den Händen bieten Gartenhandschuhe aus Leder oder spezielle Rosenhandschuhe mit Stulpe. Die Arbeitskleidung sollte aus glatten Stoffen bestehen, da Strick-Kleidung leicht an den Rosenstacheln hängenbleibt.

Die hier spezifizierten Regeln gelten für öfterblühende Strauchrosen.

Rosen schneiden - Hauptschnitt - öfterblühenden Strauchrosen, Buschrosen, Beetrosen, Edelrosen zurückschneiden

Beste Ergebnisse für die künftige Rosenblüte dieser öfterblühenden Rosenarten erreichen Sie, wenn Sie grundsätzliche Regeln beim Rückschnitt beachten:

  • scharfe Gartenschere
    Die Schere soll schneiden und nicht quetschen. Je nach Stärke der Rosentriebe kann mit einer speziellen Rosenschere, Universal-Gartenschere, Amboßschere, Ratschenschere oder bei sehr starkem, alten Holz mit einer Astschere geschnitten werden - Hauptsache, die Gartenschere ist scharf. Dadurch vermeiden Sie schlecht heilende Wunden am druckempfindlichen Rosenholz.
    Sicherheitshalber können Sie die Schere vor dem Rückschnitt mit einem einfachen Gerät wirkungsvoll per Hand schärfen

  • saubere Gartenschere
    Eine saubere Gartenschere dient der Gesundheit der Rose. Die Schere mit heißem Wasser reinigen oder abkochen oder die Klingen mit Sterilium bzw. 70 %igem Alkohol aus der Apotheke desinfizieren. Krankheitserreger und Schädlinge werden damit abgetötet und können nicht übertragen werden. Die Prozedur dann während der Schnittmaßnahme wiederholen.

  • Zeitpunkt für den Rosenschnitt
    Der Hauptschnitt für öfterblühende Strauchrosen erfolgt im Frühjahr/ Frühling, wenn die Forsythien blühen (März/ April)
    Sind bereits vorzeitige Triebe mit Blättern vorhanden, können Sie auch diese zurückschneiden. Das schadet der Rose nicht.

    Einmalblühende Strauchrosen blühen oft nur an Vorjahrestrieben. Sie werden daher nach der Blüte zurückgeschnitten, wenn keine Hagebutten erwünscht sind. Die stehengebliebenen Triebe bilden dann die Grundlage für die Blüte im nächsten Jahr.

  • abnehmender Mond (siehe Mondphasen)
    Rosen - wie alle anderen Pflanzen und Gehölze - bei abnehmendem Mond, am besten kurz vor Neumond oder bei Neumond beschneiden. In der nachfolgenden Phase des zunehmenden Mondes verheilt die Schnittwunde schnell.

  • Schnittrichtung siehe Bild
    Den Schnitt leicht schräge ca. 3 - 5 mm oberhalb eines Auges ansetzen, dabei die Schere in einem Winkel von ca. 15 - 30º halten. Das Auge muß immer die höchste Stelle sein. Da Regenwasser mit diesem Schnitt vom Auge wegfließt, kann es keinen Nährboden für Krankheitserreger bilden.

  • kranke, verletzte oder frostgeschädigte Triebe bis in das gesunde Holz zurückschneiden (ist innen grünlichweiß)

  • sehr dünne, schwache Triebe am Triebansatz abschneiden

  • Schnitthöhe
    Am besten einfach nach Gefühl schneiden. Schauen Sie sich die vorhandene Wuchsform der Rose an und stellen Sie sich vor, wie die Rose wachsen wird, wenn aus den beiden Augen unterhalb des Schnittes neue Triebe hervorsprießen.

    Soll die Rose stark zurückgeschnitten werden, kürzen Sie die Triebe bis auf ca. 30 - 50 cm über dem Boden. Die Rose verzweigt sich dann stärker und der untere Bereich verkahlt nicht.

  • starke, ältere Rosentriebe schwach zurückschneiden - schwächere, jüngere Triebe stark zurückschneiden
    Mit dieser Regel wird der Austrieb jüngerer Triebe gefördert und die Rose insgesamt verjüngt.
    Durch schwachen Rückschnitt am alten, braunen Holz entstehen zwar zahlreiche, aber kurze und schwache Neutriebe.
    Duch starken Rückschnitt am jungen, grünen Holz entstehen lange, starke Neutriebe. Je mehr junge, grüne Triebe vorhanden sind, desto mehr Blüten kann die Rose entwickeln.

  • Wuchsrichtung künftiger Triebe bestimmen
    Durch Auswahl der Augen, auf die zurückgeschnitten wird, bestimmen Sie, in welche Richtung der Neuaustrieb wächst.

Rosen schneiden - Schnittrichtung und Wuchsrichtung für Neutrieb linksRosen schneiden - Schnittrichtung und Wuchsrichtung für Neutrieb rechts

Schwarze Linie: Die schwarze Linie deutet die leicht schräge Schnittrichtung an.

Roter Kreis: Der Rückschnitt auf das linke oder rechte Auge (rötlicher Gnubbel im roten Kreis) fördert den Neutrieb in die Richtung, in die das Auge zeigt - nach links oder rechts.

Empfehlenswert ist der Rückschnitt auf Augen, die überwiegend zur Seite oder nach außen zeigen. So erhält der Rosenstrauch insgesamt einen lockeren Aufbau, ausreichend Sonne und Wind und kann nach dem Regen schneller abtrocknen.

Nach dem Rückschnitt im Frühjahr ist organischer Dünger eine gute Starthilfe für die kommende Rosensaison - z.B. Hornspäne oder gut abgelagerter, ausgereifter Kompost (ideal für alle Rosen).